Evangelisches Dekanat Odenwald

Güttersbach

Konfirmation im Schwimmbad

Güttersbach. Eine ungewöhnliche Zeit erfordert ungewöhnliche Maßnahmen: Die Konfirmation sechs junger Menschen in Güttersbach, die schon im Mai hatte stattfinden sollen, war coronabedingt auf den Herbst verschoben worden. "Wegen der strikten Abstandsregeln war eine Konfirmation in einer der beiden Mossautaler Kirchen leider nicht möglich", schreibt Konfirmandinnen-Mutter Silke Christmann in einem Bericht. Aber: "Not macht erfinderisch, und so hatten wir uns mit unserer Pfarrerin Xenia Mai darauf geeinigt, das Gelände des Freibades in Güttersbach für die erste Schwimmbad-Konfirmation der Geschichte zu nutzen." So fanden alle Gäste coronagerecht Platz. "Das Wetter war herrlich, ein wunderbarer Spätsommertag in traumhafter Kulisse: blauer Himmel, grüne Wiese, Sonnenschein und Wasser - einfach toll", schwärmt Pfarrerin Mai.

"Glücklicherweise war ich mit meinem Konfirmandenjahrgang schon vor Corona auf Konfirmandenfahrt in Ernsthofen und habe mit ihnen zu den Themen Taufe und Abendmahl gearbeitet", so die Pfarrerin weiter. "Daher war es sehr schön, dass ein Konfirmand vor seiner Konfirmation noch getauft wurde" - mit dem Wasser des Schwimmbads, das von der unter der Kirche entspringenden Quelle gespeist wird, die in früheren Zeiten als wundertätig galt und Wallfahrer anzog.

Das Duschbecken des Freibades wurde kurzerhand zum "Altarraum" umfunktioniert und selbstgebastelte Boote mit Bo(o)tschaften liefen gleichsam vom Stapel. Das Abendmahl wurde nur mit den Konfirmanden und dem Kirchenvorstand gefeiert. Marcel Albert am E-Piano und Solosängerin Annika Hofmann gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Dankbar äußerte sich Silke Christmann im Namen aller Eltern: "Vor allem danken wir unserer Pfarrerin Xenia Mai, dem Kirchenvorstand, Bürgermeister Dietmar Bareis, Markus Müller und natürlich dem Pächterehepaar Münch, ohne deren Flexibilität und Einsatz das alles nicht möglich gewesen wäre."

"Einige Gottesdienstbesucher meinten sogar, dass die Konfirmation jetzt immer so gefeiert werden solle", erzählt Pfarrerin Mai und fügt an: "Schauen wir mal."

 

Eigenbericht
6.10.2020


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