Evangelisches Dekanat Odenwald

Nacht der Kirche in Seckmauern

Bunte Mischung macht den Reiz aus

Seckmauern. Der Mix aus Darbietungen, Musik, Häppchen, Wein und Schnack (Gespräch) war sehr entspannt abgelaufen, unterhaltsam, informativ und ein Genuss für die Ohren. Ein wirklich gelungenes Fest! So hat es ein eigentlich kirchenferner Besucher zusammengefasst, der zum ersten Mal an einer Kirchennacht teilgenommen hat. Und wirklich ist es allen Beteiligten gelungen, in der Gustav-Adolf-Kirche in Seckmauern eine schöne und abwechslungsreiche, eine unterhaltsame und entspannte Atmosphäre zu schaffen mit ihren Beiträgen.
Noch zehn Minuten vor Beginn der Luther-Nacht der Kirche sah alles nach einem Flopp aus: wenige BesucherInnen, wenig Essen. Aber dann: In wenigen Minuten kamen über 200 Menschen in die Kirche und brachten so viele Köstlichkeiten als Fingerfood zum Essen mit, dass sich buchstäblich die Tische bogen.

Und in jeder Hinsicht bekamen die BesucherInnen eine Menge geboten. Nach einer Begrüßung von Pfarrer Thomas Reichard mit Dankesworten an alle HelferInnen und Musikgruppen wurde die Ausstellung zu Luther vorgestellt. Lutherstatuen und Bilder verschiedener Künstler gab es zu sehen, darüber hinaus Schaufensterpuppen als Nonne und Mönch und vieles mehr. Jürgen Reichel hatte nicht nur mit aufbauen geholfen, sondern auch eigene Fotos beigesteuert. Ein Büchertisch und Plakate mit den theologischen Kernsätzen Martin Luthers und der Reformatoren komplettierten die Ausstellung.

Den musikalischen Auftakt machte die katholische Kirchenmusik "Die Steinbachtaler", die mit schmissigen Rhythmen den Reigen der Beiträge wunderbar eröffnete, gekonnt geleitet und moderiert vom Dirigenten Christof J. Hener.
Pfarrer Reichard las Tischreden Martin Luthers, mal nachdenklich, mal lustig-chauvinistisch: "Frauen soll man loben, sei es wahr oder gelogen." Ergänzt wurde dieser Beitrag durch Diakon Frank Wunderlich (Flöte) und Udo Keller (Orgel), die wunderbare - zum Teil selbst komponierte - Musik aus und im Stil der Zeit um 1500 darbrachten.

Nach einer kleinen Pause zum Nachschubholen (Essen und Trinken war in der Kirche ausdrücklich erlaubt, dafür hatte man extra leckeren Rheinhessenwein besorgt) ging es weiter mit der Musik. Der Kirchenvorsteher und Leiter der Breitenbrunner Volksmusikanten, Holger Friedrich, hatte in Bad Mergentheim eine achtköpfige Bläsergruppe gegründet, die erstmalig gemeinsam auftrat. Weiterhin sang der Kirchenchor unter der Leitung von Dr. Sigrun Imhäuser und zeigte durch ganz unterschiedliche Beiträge sein großes Repertoire.

Gleich im Anschluss trat eine alte Freundin von Pfarrer Reichard und Kirchenvorsteherin aus Raunheim, einer seiner früheren Gemeinden, auf: Daniela Trittmacher. Sie spielte wechselweise auf Geige und Bratsche, um anschließend zusammen mit der den Kirchenchor begleitenden Pianistin, Uta Sperling, ihre Sangeskunst zu beweisen und Zeugnis für Gottes Wegführung und Bewahrung abzugeben. Pianistin und Organistin Sperling wiederum gab danach christliche Choräle in einer Jazz-Variante zum besten, die alle immer noch reichlich anwesenden ZuhörerInnen faszinierte.

Den Abschluss gegen 23.30 Uhr bildeten der gemeinsame Gesang eines Abendliedes und ein Nachtgebet.

Eine gelungene Veranstaltung, welche die frisch renovierte Gustav-Adolf-Kirche noch einmal in ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zeigte und ihren Menschen näherbrachte.
Der Erlös stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest - aber alles geht zugunsten der Kirchen-Renovierung.

 

Eigenbericht der Kirchengemeinde
14.9.2017


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