Evangelisches Dekanat Odenwald

Bergkirche Mümling-Grumbach

Damit das Wahrzeichen von innen glänzt

Mümling-Grumbach. Die Bergkirche in Mümling-Grumbach ist mindestens dreierlei: Gemeindekirche, Friedhofskapelle und nicht zuletzt Wahrzeichen des Höchster Ortsteils. Von außen bereits vor einigen Jahren instandgesetzt, ist nun auch das Innere dran: Hier wird in den kommenden Monaten gewerkelt und saniert, weswegen das altehrwürdige Gotteshaus inmitten des Mümling-Grumbacher Friedhofes bis auf weiteres nicht genutzt werden kann; "Gottesdienste wie auch Trauerfeiern finden im Friedrich-May-Haus in der Pfarrstraße statt", erklärt Pfarrerin Corinna Koppe.

"Die Kirchenbänke wurden abgebaut und abtransportiert, sie werden aufgearbeitet", erzählt Kirchenvorstandsvorsitzende Martina Heß. Auch die Heizungsanlage unter den Bänken wird bei dieser Gelegenheit erneuert. Der Zementputz, der in den Achtzigerjahren aufgebracht wurde, wurde nun bis etwa auf Fensterhöhe von den Wänden abgeschlagen und wird durch einen atmungsaktiven Mineralputz ersetzt.
"Außerdem wird alles neu verkabelt", berichtet Martina Heß weiter: Die Elektrik wird auf den technisch neuesten Stand gebracht, die Beschallungsanlage erneuert. Zwei Fenster bekommen einen Elektromotor, sodass fortan eine Querbelüftung möglich ist.

Dann gibt es in der kleinen, aber feinen Bergkirche Schätze, die als solche behandelt werden; darauf legt nicht zuletzt das Landesdenkmalamt besonderen Wert: Der Matronenstein, eine wertvolle historische Bildhauerarbeit aus Sandstein, der drei nebeneinandersitzende Frauen zeigt, wird gereinigt. Die Fresken im Chorraum, die bei den vorbereitenden Arbeiten überhaupt erst wieder zum Vorschein kamen, werden wiederhergestellt. Auch was die Farben im Innenraum angeht, erweist man der langen Geschichte des Gotteshauses Reverenz: Restauratoren haben Farbproben genommen, und so soll die Kirche einen Anstrich bekommen, der dem am weitesten zurückzuverfolgenden Zustand gerecht wird: die Wand wird cremefarben, das Holz rötlich-braun angestrichen werden.
Aber so etwas ist naturgemäß schwer in Worte zu fassen; am besten, man sieht es sich dann selbst an: Anfang Dezember, rechnet Martina Heß, soll alles fertig sein, sodass Advent und erst recht Weihnachten wieder in der dann festlich strahlenden Bergkirche gefeiert werden können.
Was bleibt, wie es war, sind der Sandsteinboden und die Orgel; letztere muss allerdings, obwohl derzeit gut verpackt, nach Abschluss der Arbeiten gereinigt werden. Betreut wird die gesamte Renovierungsmaßnahme vom Reichelsheimer Architekturbüro Rudolf Happel.

Glücklich sind Kirchenvorstand und Pfarrerin Corinna Koppe darüber, dass es aus dem Dorferneuerungsprogramm einen ordentlichen Zuschuss gibt, womit der Eigenanteil von 45.000 Euro, den die Gemeinde aufbringen muss, weitgehend gedeckt ist. Insgesamt kosten die geplanten Baumaßnahmen rund 220.000 Euro; den Hauptanteil von 175.000 Euro übernimmt die Landeskirche.

 

Bernhard Bergmann
22.6.2018


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