Evangelisches Dekanat Odenwald

Himmelfahrt im Brudergrund

Linde symbolisiert stete Erneuerung

Erbach. Nach Martin Luther muss die Kirche stets reformiert werden, muss sich immer verändern, um die christliche Botschaft der jeweiligen Zeit nahezubringen. Das bedeutet zuweilen, Gewohntes neu zu betrachten und manchmal auch in Frage zu stellen. Wurde im vergangenen Jahr ausgiebig das Jubiläum 500 Jahre Reformation gefeiert, so hat die evangelische Kirchengemeinde Erbach nun sehr bewusst im ersten Jahr danach ein symbolisches Zeichen gesetzt, dass es weitergeht: Beim Freiluftgottesdienst zu Himmelfahrt an der "Not Gottes" im Brudergrund - dem ehemaligen Standort einer längst verschwundenen Kapelle - wurde eine "Lutherlinde" gepflanzt.

"Wir müssen stets neu suchen nach der Sprache für den Glauben", betonte Pfarrer Bert Rothermel; der Glaube müsse immer wieder neu einwurzeln, sagte er mit Bezug auf die Symbolkraft des Baumes. Rothermel verlas selbstverfasste Glaubensbekenntnisse von Konfirmanden, in denen diese sich in sehr persönlichen Worten über Gott, Liebe und Hoffnung äußern. Bekannte und weniger bekannte Zitate des Reformators Martin Luther hängten Konfirmanden anschließend an den neu gepflanzten Baum.

 

Bernhard Bergmann
11.5.2018


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